Als Besucher der medias Verlagsseite bieten wir Ihnen gleich unter der Startseite eine musikalische Pause mit einem besonderen Musikprogramm an. 

Heute stellen wir Ihnen mit "Written on Skin" ein weiteres neues Werk für das Musiktheater des zeitgenössischen Komponisten George Benjamin vor.

 

Der inhaltliche Kern des Librettos basiert auf einer Sage des 13. Jahrhunderts aus dem anonymen  okzitanischen

Erläuterungstext

Guillem de Cabestanh – Le coeur mangé: 

Der bekannte Troubadour Guillem de Cabestany war der Legende nach der Liebhaber einer gewissen Margarida oder Seremonda, die jedoch mit Raimon von Rosselló verheiratet war. Als Raimon von der Affäre erfuhr, tötete er Cabestany und gab seiner Frau dessen Herz zu essen. Nachdem er ihr erzählt hatte, was sie gegessen hatte, beging sie Selbstmord, indem sie aus dem Fenster sprang. Die Geschichte wurde auch im Decamerone (um 1350) und anderen Werken wie Ezra Pounds 

Gedichtzyklus Cantos verarbeitet.

Der Librettist Martin Crimp ergänzte diesen Handlungskern mit Szenen einer modernen Welt des 21. Jahrhunderts, in der drei „Engel“ in die Rollen des Künstlers, Agnès’ Schwester und deren Mann schlüpfen und die Handlung wiederholt verlassen. Dadurch bilden sie einen äußeren Handlungsrahmen, in dem sie selbst die eigentliche Handlung „erfinden“, so wie auch der Junge in der inneren Handlung sein Buch erfindet.