Wissenschaft

SKANDINAVISTIK

AKTUELLE LEHRVERANSTALTUNGEN

HENRIK IBSEN - MODERNITÄT UND THEATRALITÄT

Vorlesung Prof. Joachim Schiedermair

 

Henrik Ibsen (1828-1906) ist nach Shakespeare der meistgespielte Dramatiker weltweit. Das mag zunächst überraschen, spielen seine berühmten Gegenwartsdramen doch in der aus heutiger Sicht verstaubten Welt des Bürgertums in einem Land, das damals der Inbegriff kultureller Peripherie war. Nichts liegt der Gegenwart des 21. Jahrhunderts ferner - so könnte man meinen.

 

Eine der Antworten auf die Frage, warum Ibsens Dramen nach wie vor Theatermacher*innen und Zuschauer*innen herausfordern, lautet, dass Ibsen mit seinen Dramen ein Diskurskoordinatensystem anbietet, in das wir auch heute noch unsere eigenen Plausibilitäten und Spannungen, unsere Sehnsüchte und unser Begehren eintragen können, so dass sie uns überhaupt einsichtig und plausibel werden.

 

Die Konflikte, die er auf die Bühne bringt, erscheinen zwar in den sozialen Praktiken, Figurenkonstellationen und Kostümen einer vergangenen Zeit, aber letztlich handelt es sich um die Spannungen der Moderne.

 

Wenn es aber stimmt, dass Ibsen als Portalfigur in die Moderne hineinblickt, zu der wir uns selbst rechnen, dann stellt sich die Frage, wie diese Moderne charakterisiert werden kann.

 

Die Vorlesung verfolgt demnach drei Ziele:

 

Zum einen will sie in Ibsens Werk einführen und ihn als Reflektor der Moderne darstellen.

 

Zum zweiten will sie dem Modernebegriff in der Literaturwissenschaft anhand von Ibsens Dramen nachgehen.

 

Und drittens will sie plausibel machen, warum Theatralität einer der Schlüsselbegriffe für das Verständnis der Moderne ist.

Prof. Dr. Joachim Schiedermair

Publikationen von Prof. Dr. Schiedermair in möglichem Zusammenhang mit den Themen der Vorlesung

  • (V)erklärte Gesichter. Der Porträtdiskurs in der Literatur des dänisch-norwegischen Idealismus (Stiftung für Romantikforschung Bd. XLIII), Würzburg, 364 S. (Habilitation)


Gottfried Boehm hat 1994 mit dem Begriff »ikonische Differenz« eine phänomenologische Bestimmung des Bilds vorgelegt. Sie besteht darin, dass ein Bild ›etwas als etwas anderes‹ ansichtig macht: Leinwand und Farbe zeigen etwa eine Landschaft. Ausgehend von dieser Bestimmung erweist sich das Porträt als eine Gattung mit besonderen ethischen Implikationen, denn im Porträt wird ›jemand‹ als ›etwas‹ sichtbar und ›etwas‹ als ›jemand‹. Das Porträt besitzt damit die Potenz, von der Inkommensurabilität einerseits und der Verdinglichung des Menschen andererseits zu handeln. Es liegt deshalb nahe, dass bildende Künstler, Philosophen und literarische Autoren das Porträt zum Anlass nehmen, den Unterschied von etwas und jemand und die Rolle, die das Erkennen in diesem Unterschied spielt, zu thematisieren.

 

 

  • Die Rache des toten Autors. Gegenseitige Lektüren poststrukturaler Literaturtheorie und schwedischer Gegenwartsprosa, Freiburg im Breisgau, 320 S. (Dissertation)

 

Wer dreißig Jahre nach dem Erscheinen des berühmt-berüchtigten Aufsatzes La mort de l'auteur (1968) von Roland Barthes den Tod des Autors zum Ausgangspunkt nimmt, dessen Schreiben will sich nicht als eine Grabrede verstanden wissen. Vielmehr kündigt Joachim Schiedermair schon im Titel den Tod als einen vermeintlichen, als einen Scheintod an, denn der totgesagte Autor kann im Begriff seines Rachefeldzugs gegen seinen mutmaßlichen Mörder so kalt noch nicht sein. Die Entdeckung von zwei sich widersprechenden Autorkonzepten, die als solche von Barthes nicht unterschieden werden, ist aber nur der Anfang der Enthüllungen. Der Delinquent ist nicht allein Roland Barthes, denn das poststrukturalistische Theorem vom ‚toten Autor‘ hat sich kanonisiert und der Verantwortung des einzelnen enthoben.

 

  • Collapse of Memory – Memory of Collaps. Narrating Past, Present and Future about Periods of Crisis. 175 S. (als Hrsg. mit anderen Autoren zusammen)
     

The attraction of crises keeps going an entire sector of the media industry. Authors, painters, photographers and directors tell fascinating stories about the decline of empires and democracies as much as earthquakes and infectious diseases. Hereby, catastrophe and collapse evolve as a complex construct of experience, interpretation and emotion. The resulting narrative combines analyses of facts about the collapse with a retrospect evaluation, update and confirmation of these facts in the cultural memory of a given society. The random occurrence becomes a memorable event. The contributors of this volume have taken a narratological approach in examining collapse, disaster, catastrophe and how these in turn manifest themselves across different types of media.

 

  • Europäische Romantik: Interdisziplinäre Perspektiven der Forschung, Berlin/New York, 327 S. Als Hrsg. zusammen mit Helmut Hühn.

Die Kultur der europäischen Romantik ruft in den Wissenschaften ein großes Interesse hervor. Die Romantik-Forschung auf ihrem Weg der Internationalisierung steht vor einer doppelten Aufgabe. Auf der einen Seite ist zu differenzieren im Hinblick auf die verschiedenen Nationalkulturen, ihre zeitlichen Entfaltungen wie auf die unterschiedlichen Domänen romantischer Aktivität. Hinzu kommt, dass die Romantik-Begriffe der an der Diskussion beteiligten Disziplinen nicht einfach aufeinander abbildbar sind. Missverständnisse scheinen vorprogrammiert, wenn nicht disziplinär angelegte Forschungsgeschichten rekonstruiert und voneinander abgehoben werden. Auf der anderen Seite droht die Forschung in verschiedene Fächerkulturen und hoch differenzierte Forschungsstände auseinanderzufallen. Deshalb erscheint es geraten, interdisziplinäre Verbindungslinien zu ziehen und übergreifende Zusammenhänge in dem dichten Geflecht der europäischen Diskurse aufzuzeigen.
Der Band versammelt Beiträge zur dänischen, deutschsprachigen, englischen, französischen, norwegischen und schwedischen Romantik aus einem breiten Cluster von Disziplinen – Geschichte, Kunstgeschichte, Philosophie, Bild-, Literatur- und Musikwissenschaft.

  • Diskursmimesis. Thomasine Gyllembourgs Realismus im Kontext aktueller Kulturwissenschaften. Als Hrsg. zus. mit Klaus Müller-Wille.

Auch wenn Thomasine Gyllembourg einen festen Platz in der dänischen Literaturgeschichtsschreibung einnimmt, kreist die Forschung noch immer um zwei recht vorhersehbare Themenkomplexe. Zum einen sind ihre Texte als paradigmatische Beispiele für die Poetologie eines frühen ›poetischen‹ Realismus interpretiert worden. Zum anderen sind Fragen des weiblichen Schreibens oder gendertheoretische Überlegungen an ihre Texte herangetragen worden.​

  • Wechselkurse des Vertrauens. Zur Konzeptualisierung von Ökonomie und Vertrauen im nordischen Idealismus (1800-1870). Als Hrsg. zus. mit Klaus Müller-Wille
     

Dass Finanzkrisen tiefe gesellschaftliche Vertrauenskrisen auslösen und ganze Länder in den Ruin treiben können, ist keineswegs erst seit den ökonomischen Turbulenzen der letzten beiden Jahrzehnte bekannt. Schon in früheren Jahrhunderten wurde eingehend über die Gefahr von Staatsverschuldung, Spekulations wesen und globalen Finanzströmen diskutiert. Dagegen mag es überraschen, dass sich ausgerechnet Autoren und Autorinnen, die traditionell Romantik und Biedermeier zugerechnet werden, in ihren Erzählungen und Dramen intensiv mit Fragen von Ökonomie und gesellschaftlichem Vertrauen auseinandergesetzt haben. Der vorliegenden Band versucht dies an Schriften aus dem dänischen und schwedischen Idealismus zu belegen, wobei u.a. Texte von Hans Christian Andersen, Thomasine Gyllembourg und Søren Kierkegaard behandelt werden. Dabei wird auch nachgewiesen, welch nachhaltigen Einfluss dieses Thema auf die Schreibweise der Autorinnen und Autoren ausübte. Immerhin mussten sie in dieser Zeit lernen, sich mit ihren Produkten auf einem zusehends über ökonomische Prozesse regulierten literarischen Markt zu etablieren.

 

  • Hoch, Ebenhoch, der Dritte. Elite als Thema skandinavistischer Literatur- und Kulturwissenschaft. Als Hrsg. zus. mit Prof. Wilhelm Heizmann.

Bei dem Ausdruck »Elite« handelt es sich um die Selbstbeschreibung einer begünstigten sozialen Gruppe, die ihren (politischen, ökonomischen, kulturellen) Erfolg vereinfachend als direktes Ergebnis von besonderer Leistung interpretiert. Doch es ist ein Gemeinplatz moderner Ungleichheits-theorie, dass in erster Linie die Herkunft über das soziale Los entscheidet: Nicht wer Außergewöhnliches leistet, bekommt Zutritt zur Elite, sondern wer früh gelernt hat, ihren sozialen Habitus, die Zeichen der Zugehörigkeit, nachzuahmen. Versteht man soziales Agieren in diesem Sinn als semiotischen Prozess, dann berührt es Bereiche, die ureigenes Gebiet der Literatur- und Kulturwissenschaft sind.
 

Die vorliegende Aufsatzsammlung ist Ergebnis einer Tagung im Herbst 2008. Die Dokumentation dieser Tagung hat das Ziel, die meist getrennt nebeneinander forschenden Fachteile der Alt- und Neuskandinavistik in einem gemeinsamen kulturwissenschaftlichen Interesse zusammenzubringen.

 

  • Zwischen Text und Bild. Zur Funktionalisierung von Bildern in Texten und Kontexten, Freiburg im Breisgau, 319 S. Als Hrsg. zus. mit Annegret Heitmann.

 

Ein Motiv der Moderne, könnte man zugespitzt als These formulieren, ist das Ineinandergreifen von Text und Bild (Walter Benjamin hat dieses Symbiosestreben im schönen Ausdruck von Leib- und Bildraum aufgelöst). Dabei stellt sich das wesentliche Problem schon zu Beginn (auch Benjamin erkannte und analysierte dies): Text und Bild bedürfen einer Definition. Von Interesse ist vor allem jener Bereich, in dem sich die beiden "Zeichensysteme" treffen. Anlässlich des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts "Nordbildtext" der Universität München entstand ein Sammelband, der die Beziehung von Bildwelt und literarischer Moderne untersucht. Die ästhetischen Einzelstudien präsentieren neben Säulenheiligen der skandinavischen Moderne auch "fachfremde" Beiträge.

Den Kern des Projekts umreißt Annegret Heitmann in der Einleitung, nämlich "die selbstreflexive Dimension eines Textes am Beginn der Moderne" zu zeigen. Ein Zusammenhang zwischen der Sprache der Bilder im Medienzeitalter der Moderne und der Rolle des Subjekts soll aufgezeigt werden. Ein zentraler Konflikt, der hierbei herausgearbeitet werden kann, ist der zwischen Repräsentation und Präsentierendem, zwischen Leben und Kunst. Dem zur Seite tritt das Verschwinden des Subjekts in einer zunehmend visuell - sei es ikonisch, indexikalisch oder der symbolisch - codierten Welt.

Diese zentralen Fragestellungen gehen die Beiträge unterschiedlich detailliert an. So steht eine Untersuchung über Ibsens Fotomotiv (in Peer Gynt) neben der Analyse von Peter Weiss' "Effektstruktur" (in der "Ästhetik des Widerstandes"), daneben finden sich Analysen zu Balzacs "Sarrasine", zu "Felix Krull" (der als "ikonische Existenz" gedeutet wird), zu altnordischen Heldensagen u. v. a.

Weitere Aufsätze und Miszellen

(2019) »Agents of Secularisation. Ibsen and the Narrative of Secular Modernity«, in: Humanities 2019, 8(2), 111; special issue: Lothe, Jakob (Hg.): Nordic and European Modernism; https://www.mdpi.com/2076-0787/8/2/111/pdf; https://doi.org/10.3390/h8020111

(2019) »The Ordinariness of Trauma. Reconstructing Intertextuality as an Aesthetics of Trauma«, in: Unni Langås u. Charles Armstrong (Hg.): Terrorizing Images: Trauma and Ekphrasis in Contemporary Literature, Berlin/New York, 21 Seiten, eingereicht.

 

(2017) »Erweckung säkularisiert. Zur literarischen Anthropologie der Erweckungsbewegungen am Beispiel skandinavischer Literatur«, in: Thomas K. Kuhn u. Veronika Albrecht-Birkner (Hg.): Zwischen Aufklärung und Moderne. Erweckungsbewegungen als historiographische Herausforderung, Berlin, 141-156.

(2016) »Bilde mot tekst. Tegneserienes strukturelle parodi. Eksemplet Jasons Hemingway (2006)«, in: Unni Langås u. Karin Sanders (Hg.): Litterartur inter artes. Nordisk litteratur i samspill med andre kunstarter, Kristiansand, 25-44.

(2015) »Medien des Ewigen. Zur Schnittstelle von idealistischer Ästhetik, Phrenologie und Literatur (Hegel, Otto, Goldschmidt)«, in: Helmut Hühn u. Joachim Schiedermair (Hg.): Europäische Romantik: Interdisziplinäre Perspektiven der Forschung, Berlin/New York, 239-257. (deutsche erweiterte Fassung von 5.17)

(2015) »Katastrophenliteratur als Trauerkritik. Brit Bildøens Roman über das Nachleben des Terrors im Trauern.«, http://www.neues-lesen-skandinavien.de/katastrophenliteratur-als-trauerkritik-brit-bildoens-roman-ueber-das-nachleben-des-terrors-im-trauern-2014/

(2013) »Noras Weihnachtsbaum. Säkularisierung als Forschungsfrage an den Modernen Durchbruch«, in: European Journal of Scandinavian Studies, Volume 43, Heft 1, 60-75.

(2013) »Theater and Modernity: Thomasine Gyllembourg’s Novella Nær og fjern«, in: Klaus Müller-Wille , Jon Steward u. Kirsten Wechsel (Hg.): The Heibergs and the Theater (Danish Golden Age Studies, Bd. 5), Copenhagen, 223-240.

(2012) »The masses and the elite. On the conception of social inequality in 1840s Scandinavian literature«, «, in: Romantik. Journal for the Study of Romanticisms, Volume 1, 125–138.

(2011) »Blikkets makt og avmakt. Tre visualitetshistoriske søkelys på Henrik Wergeland«, in: Ekfrase. Nordisk Tidskrift for visuell kultur, Jahrgang 2, Heft 2, 98–108.

(2010) »Eine aufgeschobene Peripetie. Zum Zusammenhang von Modernität und Malerei in Jonas Lies Familien paa Gilje (1883) und Grabows Kat (1880)«, in: European Journal of Scandinavian Studies, Jahrgang 38, Heft 1, 3-21.

(2010) »Die Sehnsucht des Bildes, Wort zu werden. Zur Funktion der Ekphrase in der romantischen Konstruktion der Geschlechterdifferenz«, in: Annegret Heitmann u. Hanne Roswalt Laursen (Hg.): Romantik im Norden, Würzburg, 73-89. (deutsche Fassung von 5.20)

 

(2008) »Bildets begjær etter teksten. Iscenesettelsen av romantisk kjønnsdifferanse med Henrik Hertz som eksempel«, in: Anders Troelsen und Cecilie Harrits (Hg.): Ekfrasens former. Billeder i tekst, Aarhus, 35–52.

(2008) »Hegelian Terminology and Platonic Imagery. On Two Competing Models of Art in Heibergs Works on Aesthetics«, in: Jon Stewart (Hg.): Johan Ludvig Heiberg: Philosopher, Littérateur, Dramaturge, and Political Thinker (= Danish Golden Age Studies, Bd. 5), Copenhagen, 311–325.

(2008) »Die Zerstreutheit der Gedanken des Professor Møllers. Salonleben und Systemdenken in P. M. Møllers Strøtanker.« In: Annette Doll und Katarina Yngborn (Hg.): Der Aphorismus in der skandinavischen Literatur, Freiburg im Breisgau, 99–118.

(2007) »Hodeskallens estetikk. Om skjæringspunktet mellom idealistisk estetikk og frenologi«, in: Tijdschrift voor Skandinavistiek Vol. 28, no. 1, 41–62.

(2007) »Von christlichen Kühen und danophilen Papageien. Funktionalisierungen des Tiers in der romantischen Literatur Skandinaviens«, in: Annegret Heitmann, Wilhelm Heizmann und Ortrun Rehm (Hg.): Tiere in skandinavischer Literatur und Kulturgeschichte, Freiburg im Breisgau, 167–192.

 

(2006) »Xenophobie als Originalität. Die Dialektik von Eigenem und Fremdem in H. C. Andersens Mulatten«, in: Sven Hakon Rossel (Hg.): Der Norden im Ausland – das Ausland im Norden. Formung und Transformation von Konzepten und Bildern des Anderen vom Mittelalter bis heute, Wien, 572–581.

 

(2006) »Om sittende kvinner, bevegelige portretter og Camilla Colletts emansipatoriske estetikk«, in: Gunnar Iversen (Hg.): Estetiske Teknologier 1700–2000. Volum 3, Oslo, 215–230.

 

(2006) »Der Künstler als moralischer Verführer. Nachwort«, in: Hjalmar Söderberg: Verwirrungen. Aus dem Schwedischen von Verena Reichel, München, 197–205.

 

(2006) mit Simone Schiedermair: »›Frauenmöglichkeiten‹ – Bildbegehren in Wolfgang Koeppens Erzählung ›Joans tausend Gesichter‹«, in: treibhaus. Jahrbuch für die Literatur der fünfziger Jahre 2, 13–27.

 

(2006) »Sublime ekfraser. Det opphøyede som semiotisk prosess i Henrik Wergelands Jan van Huysums Blomsterstykke«, in: edda 2, 118–130.

 

(2005) »Problematisk likhet – Portretter som upålitelige bærere av identitet. Eksempler fra billedkunsten og litteraturen«, in: edda 2, 166–176.

 

(2005) »Melodramatic Unveiling as Aesthetic Disguise: Selma Lagerlöfs Dagbok as Aesthetic Confession«, in: Scandinavica vol. 44, no. 1, 29–53. (Übersetzt von Marion Greenway)

 

(2004) »Pär Lagerkvists ›Ordkonst och bildkonst.‹ Ein kubistisches Programm ohne Kubismus«, in: Sprachkunst. Beiträge zur Literaturwissenschaft, hg. v. d. Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Kommission für Literaturwissenschaft, Jahrgang XXXV, 1. Halbband, 111–132.

(2002) »Blinde Ekphrasen. Gustaf Lundbergs Bild Badin (1775) in Ola Larsmos Roman Maroonberget (1996)«, in: Hanna Eglinger und Annegret Heitmann (Hg.): BildDurchSchrift. Zum visuellen Diskurs in der skandinavischen Gegenwartsliteratur, Freiburg im Breisgau, 103–126.

 

(2002) »Stil als Gesicht. Pär Lagerkvist, der Kubismus und ein offenes Ende«, in: Hartmut Kugler (Hg.): www.germanistik2001.de, Vorträge des Erlanger Germanistentages, Band 1, Bielefeld, 161–171.

 

(2001) »Grenzziehungen. Zur Positionierung

des Fremden bei Thunberg und Barthes«, in: Annegret Heitmann (Hg.): Arbeiten zur Skandinavistik. 14. Arbeitstagung der deutschsprachigen Skandinavistik, 1.-5.9.1999 in München, Frankfurt a. M. u. a., 297–306.

 

(2000) »Löcher in der Leinwand. Eine Idolatriekritik nach Lévinas«, in: Annegret Heitmann und Joachim Schiedermair (Hg.): Zwischen Text und Bild. Zur Funktionalisierung von Bildern in Texten und Kontexten, Freiburg im Breisgau, 119–136. (deutlich erweiterte Fassung von 5.3)

 

(2000) »Weltbilder als Bilderwelt. Anzeichen einer Post-Textualität bei Emmanuel Lévinas«, in: Johannes Angermüller, Katharina Bunzmann und Christina Rauch (Hg.): Reale Fiktionen, fiktive Realitäten. Medien, Diskurse, Texte, Hamburg, 151–159.

 

(1998) mit Simone Schiedermair: »Voraussetzungen lyrischer Anschaulichkeit. Deiktische Verweise oder kulturelles Vorwissen«, in: Literary Symposium (Bungaku Ronso) Band CXVII. hg. v. The Literary Association Aichi University, Toyohashi (Japan). August 1998, 124–148.

Rezensionen

(2012) »Joan Templeton: Munch’s Ibsen. A Painter’s Vision of a Playwright«, in European Journal of Scandinavian Studies, Volume 42, Heft 1, 99-101.

(2010) »Gottfried Boehm (Hg.): Wie Bilder Sinn erzeugen: Die Macht des Zeigens«, in: Ekfrase, Jahrgang 1, Heft 1, 66–68.

(2007) »Jan Inge Sørbø: Kielland som melodramatikar«, skandinavistik, Jahrgang 37, Heft 1, S. 68–69.

(2006) »Elisabeth Oxfeldt: Nordic Orientalism. Paris and the Cosmopolitan Imagination 1800–1900«, in: skandinavistik, Jahrgang 36, Heft 2, 171–173.

(2004) »Charlotta Brylla: Die schwedische Rezeption zentraler Begriffe der deutschen Frühromantik. Schlüsselwortanalysen zu den Zeitschriften Athenäum und Phosphoros«, in: skandinavistik, Jahrgang 34, Heft 2, 171–172.

(2003) »Atle Kittang: Ibsens Heroisme. Frå Brand til Når vi døde vågner«, in: IASLonline, URL: http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/schiedermair.html

 

(2003) »Frode Helland: Voldens blomster? Henrik Wergelands Blomsterstykke i estetikkhistorisk lys«, in: skandinavistik, Jahrgang 33, Heft 2, 79–81.

 

(2003) »Maria Karlsson: Känslans röst. Det melodramatiska i Selma Lagerlöfs romankonst«, in: skandinavistik, Jahrgang 33, Heft 2, 85–86.

 

(2002) »Piotr Bukowski: Ordnungsschwund – Ordnungswandel. Pär Lagerkvist und der deutsche Expressionismus«, in: skandinavistik, Jahrgang 32, Heft 1, 79–81.

 

(2002) »Monica Morén: Ditt namn bland keruberna. En studie i Karin Boyes poetik och poesi.« In: skandinavistik, Jahrgang 32, Heft 2, 179–180.

 

(2001) »Joachim Grage: Chaotischer Abgrund und erhabene Weite. Das Meer in der skandinavischen Dichtung des 17. und 18. Jahrhunderts«, in: IASLonline, URL: http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/schieder.html

 

(2001) »Wienczyslaw A. Niemirowski: Der Schriftsteller Ola Hanson in Berlin 1890-1893. Untersuchungen zu literarischen Wechselwirkungen zwischen Skandinavien und Deutschland«, in: Arbitrium. Zeitschrift für Rezensionen zur germanistischen Literaturwissenschaft, hg. v. Frühwald, Wolfgang und Harms, Wolfgang, Heft 3, 343–344.

Anderes

(2004) für den internen Gebrauch am Burgtheater in Wien Übersetzung einzelne Kapitel aus: Atle Kittang (2002): Ibsens Heroisme. Frå Brand til Når vi døde vågner. Oslo.

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