Für Übersetzer

memoQ - Test der neuen Version 8.6!

Heute beginnen wir einen Test der neuen Version von memoQ. Wir haben die Software vorher noch gar nicht eingesetzt, und wollen in der 30-Tage-Testphase prüfen, wo besondere Stärken und zusätzliche Einsatzbereiche liegen.
Gleichzeitig wollen wir erfahren, ob wir die Software unseren Übersetzern empfehlen wollen, und auch Kurse für dieses Software-Paket in Hamburg anbieten wollen.
Nach der problemlosen Installation der Software und Registrierung der Test-Lizenz kommt der Arbeitsbildschirm einem sehr aufgeräumt entgegen. Man kann sich ganz auf die eigentliche Arbeit konzentrieren, das erzählt das, und ich habe mir den Spaß gemacht, mir einen schönen Text für einen ersten Einstieg auszusuchen.
Unter den Podcasts des Deutschlandfunk Kultur gibt es den Anfang eines Balzac-Romans neu übersetzt: "Vater Goriot". Auf der Seite heißt es dazu:
"Honoré de Balzac, der französische Chronist und scharfe Beobachter seines 19. Jahrhunderts, hat mit der ‚Menschlichen Komödie’ eine Titanenarbeit geleistet. Balzac schrieb immer unter Druck, literweise Kaffee und die Stille der Nacht hielten ihn produktiv, er war ein Serienschreiber seiner Zeit! Vor der Hörspiel-Produktion steht eine Lesung: Um zu zeigen, welche Meisterschaft in Balzacs Prosa steckt, haben wir Melanie Walz beauftragt, den Anfang des Romans ‚Vater Goriot’ neu zu übersetzen. Peter Matic hat ihn für uns gelesen. Deutschlandfunk Kultur gab den Auftrag für die Neuübersetzung."
Sehr gut, ich freue mich schon auf die Arbeit daran, und bin mir bewußt, dass literarische Stoffe nicht unbedingt Übersetzungs-Software vertragen - will mich davon aber überraschen lassen.
Zur Vorbereitung habe ich mir ein Webinar-Video zur Veröffentlichung der neuen Version angesehen:​

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WAS DIE NEUE VERSION BIETET

Das Video strahlt eine schöne Werkstatt-Atmosphäre aus und erklärt mir, dass es vor allem folgende Dinge neu gibt:
* Verbesserte Anbindung an WordPress. Eventuell geht das bis zum Import ganzer Seiten, Bearbeitung von Seitenvorlagen usw. Das bezieht sich nicht nur auf WordPress, sondern auch auf weitere CMS-Systems. Da ich mich im Moment mit TYPO 3 beschäftige, bin ich gespannt, was da kommt. Grundsätzlich sind Übersetzung und CMS eher Antagonisten denke ich, aber mal kucken.
Zweiter Punkt: Die neue Version wendet sich mehr dem asiatischen Markt zu. Das finde ich gut, denn bisher sieht man davon nicht viel in den meisten Programmen. Zudem sollen besondere eigene (neuronale) Machine Translation Plattformen einbezogen werden, "von denen man noch nie etwas gehört hat". Spätestens jetzt bin ich hellwach. Unter "Tiyanak Small" kann ich mir wirklich nichts vorstellen. Und googeln lässt es sich auch nicht. Und "Dextra" wird noch als Projekt der Regierung Japans vorgestellt, das auch Koreanisch und Chinesisch einschließt.
Der dritte Punkt ist speziell: eine Funktion "Weighted Words" gibt es, die das lästige Kalkulieren ersetzt, und in der Ressources API eine Funktion zur Erstellen von Terminologie-Glossaren für die Homepage des Kunden.
Es folgen weitere Verbesserungen im Bereich "Term Extraction" und in der Darstellung von rechts nach links laufenden Texten (Hebräisch oder Arabisch). Die Bearbeitung der Begriffe erlaubt vor allem Begriffslisten in 2 Sprachen (Source-Target) besser in Mulitlingualen Projekten einzusetzen, und schließlich gibt es auch Verbesserungen im QM-Bereich.
Allmählich wird es mir zuviel Info, und ich will mich ins Programm stürzen. Dafür ziehe ich mir zunächst einen französischsprachigen Anfang des Balzac-Textes. Die Überschriften und die ersten 5 großen Absätze nehme ich mir vor.
Der Import des Word-Files funktioniert, an Einstellungen habe ich nur Französisch als Ausgang und Deutsch als Zielsprache festgelegt, eine Übersetzung in mehrere Sprachen wird zunächst nicht angeboten.
Öffne ich das Projekt per Doppelklick habe ich meine WYSIWYG-Ansicht unten, darüber allerdings einen schwer lesbaren Text voller Steuerzeichen, der anscheinend mein Arbeitsfenster wird. Den "Ausgangstext" kann ich nun in das "Zielfenster" kopieren (was leider immer 2 Klicks braucht), und dann dort den Text zwischen den Steuerzeichen bearbeiten.
Als ich zum ersten Mal etwas bestätigen und festhalten will, kommt die Warnmeldung, dass kein TM angelegt wurde. Stimmt, das muss ich noch nachholen. Nach etwas umsehen, finde ich ein Fenster auf der linken Seite, wo ich eine TM und eine Term-Datenbank erstellen kann.
Wenn ich jetzt wieder in die Übersetzung gehe, kann ich jetzt bestätigen und damit in die TM schreiben - ich versuche das zunächst mit der Übersetzung "Vater Goriot" für "Pere Goriot". Und das klappt, es leuchtet grün.
 
Bei der ersten längeren Überschrift wüßte ich gerne, ob es einen Übersetzungsvorschlag dafür gibt:
"L'entrée dans le monde"
Über den TAB Übersetzung komme ich auf die Übersetzungseinstellungen, mit denen ich mich jetzt wohl beschäftigen muss. Ich kreuze "Auto-Propagation" an, im Moment passiert aber noch nichts.
Dann entdecke ich den TAB Vorbereitung und klicke Vorübersetzen an. Jetzt geht es los, da arbeitet was, und anscheinend wird gleich der ganze Text vorübersetzt.
Wenig später stelle ich fest: Da ist noch gar nichts passiert. Nicht einmal eine Zeile wurde vorübersetzt, obwohl ich das ausdrücklich verlangt hatte. Ich glaube and dieser Stelle lege ich meine erste Pause ein, und werde mich morgen doch der Einführung zuwenden müssen (da mich die Menge der Einstellungen jetzt doch etwas erschlägt). So sieht das jetzt aus:
Eine Voransicht meiner ersten Arbeit gab es noch nicht. Bin gespannt, was mich da morgen erwartet.
(Ende für heute  am 19.02.2019 um 21.16 Uhr, nach meiner ersten Stunde mit memoQ 8.6.) Zur nächsten Seite

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