WISSENSCHAFT
KLASSISCHE PHILOLOGIE HAMBURG
PLATON - PHAIDROS

PLATON, PHAIDROS

Lehrender: Prof. Dr. Christian Brockmann

Veranstaltungsart: Seminar

Anzeige im Stundenplan: Platon, Phaidros

Semesterwochenstunden: 2

Credits: 3,0

Unterrichtssprache: Deutsch

Min. | Max. Teilnehmendenzahl: - | 20
 

Kommentare/ Inhalte:

Im Seminar soll der Phaidros in seiner thematischen Vielfalt interpretiert werden. Betrachtet werden u.a. die verschiedenen Reden auf den Eros, die Vorstellungen von der Seele, die Darlegungen zur Rhetorik und die Schriftkritik.

Wichtige Kommentare:
Ernst Heitsch, Platon, Phaidros. Übersetzung und Kommentar (Platon, Werke III 4), Göttingen 1993.
Harvey Yunis, Plato, Phaedrus, Cambridge 2011.


 

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Platon (altgriechisch Πλάτων Plátōn, latinisiert Plato; * 428/427 v. Chr. in Athen oder Aigina; † 348/347 v. Chr. in Athen) war ein antiker griechischer Philosoph.

 

Platon, Phaidros, 252a

παρόντι καρποῦταιὅθεν δὴ ἑκοῦσα εἶναι οὐκ ἀπολείπεταιοὐδέ τινα τοῦ καλοῦ περὶ πλείονος ποιεῖταιἀλλὰ μητέρων τε καὶ ἀδελφῶν καὶ ἑταίρων πάντων λέλησταικαὶ οὐσίας δι᾽ ἀμέλειαν ἀπολλυμένης παρ᾽ οὐδὲν τίθεταινομίμων δὲ καὶ εὐσχημόνωνοἷς πρὸ τοῦ ἐκαλλωπίζετοπάντων καταφρονήσασα δουλεύειν ἑτοίμη καὶ κοιμᾶσθαι ὅπου ἂν ἐᾷ τις ἐγγυτάτω τοῦ πόθουπρὸς γὰρ τῷ σέβεσθαι τὸν τὸ κάλλος

 

die sie genießt, ist das süßeste aller Vergnügungen zu dieser Stunde. Deshalb will die Seele, wenn es ihr möglich ist, von dem Schönsten nicht allein gelassen werden, sondern schätzt ihn über alle anderen, vergisst für ihn Mutter und Brüder und alle Freunde, vernachlässigt das Hab und Gut und kümmert sich nicht um ihren Verlust, und unter Verachtung aller Sitten und Gebräuche, auf die sie früher stolz war, ist sie bereit, Sklavin zu sein und zu schlafen, wo immer es ihr erlaubt wird, so nahe wie möglich bei dem Geliebten; denn sie betet ihn nicht nur an, der die Schönheit besitzt,

which it enjoys is the sweetest of pleasures at the time. Therefore the soul will not, if it can help it, be left alone by the beautiful one, but esteems him above all others, forgets for him mother and brothers and all friends, neglects property and cares not for its loss, and despising all the customs and proprieties in which it formerly took pride, it is ready to be a slave and to sleep wherever it is allowed, as near as possible to the beloved; for it not only reveres him who possesses beauty,