Für Besucher der medias Verlagsseiten bieten wir gleich auf diesen ersten Seiten selten zu hörende Werke für die Freunde der Oper an. Heute stellen wir die Oper "Zaïs" des französischen Komponisten Jean-Philippe Rameau vor, die im Jahr 1748 an der Pariser Oper uraufgeführt wurde. Das äußerst selten gespielte Werk ist besonders über seine lautmalerische Ouvertüre bekannt. Eine vollständige Aufführung ist von März bis Juni 2021 an der Oper in Biel/Solohthurn in der Schweiz vorgesehen.

Viel Vergnügen!

0:00 - Prolog

32:55 - Akt 1

59:22 - Akt 2

1:35:48 - Akt 3

2:06:38 - Akt 4

Zaïs, der Geist der Luft, unterzieht seine Geliebte Zaïs einer Reihe von Tests, um die Haltbarkeit ihrer Bindung zu prüfen. Unsterblichkeit und Glück belohnen die Beständigkeit und Großzügigkeit der treuen Hirtin.

Der Autor des Librettos Louis de Cahusac, mit dem Rameau immer wieder zusammen arbeitete, hatte das Ziel einer Mischung der Gattungen bereits vorab perfekt definiert: "Die Verse, die das Thema enthüllen, die Maschinen, die es verschönern, die Dekorationen, die den Ort festlegen, an dem es aufgeführt wird - all das ist nur das Beiwerk, der Tanz ist die Hauptsache".


Erst 1977 trat das bereits im Jahr 1748 an der Pariser Oper uraufgeführte Werk "Zaïs" aus seiner jahrhundertelangen Vergessenheit hervor. Dabei gehört besonders die Ouvertüre zu den bemerkenswertesten Kompositionen Rameaus, da sie uns als eine frühe Programmmusik mit erstaunlicher Originalität das Chaos und den Lärm bei der Erschaffung der Welt zu hören gibt. Die Tanzmusiken der Oper sind jeweils in großer Raffinesse und mit verführerischer Anmut ausgeführt. 

Prolog:

"Die Ouvertüre schildert das Ausbrechen des Chaos und den Zusammenkrachen der Elemente, bis diese sich erst einmal voneinander getrennt haben". Dann befiehlt Oromasès, der König der Genien, den Elementen zu erwachen und der Morgenröte zu erscheinen. Auch die Liebe und das Vergnügen haben ihren Auftritt.


Akt1:

Zaïs, der Geist der Luft, liebt eine Sterbliche, die Hirtin Zélidie ("Eine, wie nie zuvor geformt"). Die Liebe rät Zaïs jedoch dazu, seine Geliebte zunächst auf die Probe zu stellen.


Akt2:

Um Zélidies Treue zu prüfen, bittet Zaïs den Cindor, sie zu verführen. Dieser versucht, die Hirtin für sich zu gewinnen, indem er zunächst ein Ballett von animierten Statuen ("Es ist die Liebe, die wacht"), und dann einen Sturm ("Aquilons, zerbrecht eure Kette") provoziert. Zaïs gefällt das nicht und leidet mit seiner Geliebten. Doch zum Abschluss schenkt Cindor ihr einen Strauß magischer Blumen, den sie daraufhin Zaïs zu seinem Schutz übergibt.


Akt3:

Cindor überzeugt Zélidie davon, das Zaïs sie verraten habe ("Die Tränen fließen"), der siene Geliebte jedoch nur weiter prüfen will.

Er nimmt hierzu das Aussehen von Cindor an. In dessen Gestalt macht er Zelidie einen Heiratsantrag, um sich zu rächen. Sie widersteht jedoch weiterhin all diesen Prüfungen.


Akt4:

Zaïs offenbart Zélidie seine wahre Identität als Luftgeist. Sie ist hierüber jedoch nicht gerade froh ("Ich war glücklich, und bin nun nicht mehr glücklich"). Zaïs beschließt, seine Kräfte aufzugeben, um wieder nur ein einfacher Sterblicher zu werden. Die beiden Liebenden treffen sich schließlich wieder ("Liebe, genieße nur was du getan"). Oromasès gewährt Zélidie Unsterblichkeit als Belohnung für ihre Treue und Großzügigkeit. Er segnet zum Ende der Oper das Paar. 

Interpreten der Aufzeichnung: Les Talens Lyriques und Christophe Rousset
Lizenziert an YouTube durch Harmonia Mundi (im Auftrag von Aparté)

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