Im Jahr 2017 möchten wir uns intensiv mit dem Werk des bedeutenden isländischen Schriftstellers Gunnar Gunnarsson beschäftigen, der aus deutscher Sicht heute ein wenig im Schatten des anderen großen Isländers und Nobelpreisträgers Halldór Laxness steht.

Gunnar Gunnarsson wurde zwar insgesamt 8 mal (!) für den Nobelpreis nominiert, hat ihn aber leider niemals erhalten. In Deutschland ist sein in der Mitte des letzten Jahrhunderts vielgelesenes Werk heute darum weitgehend unbekannt.

Gunnarsson wurde im Jahr 1889 als Sohn eines armen Bauern auf dem Hof Valþjófsstaður im Fljótsdalur geboren und ist dort aufgewachsen. 

Im Jahr 1912 erschien der erste Teil seines Romans "Die Leute auf Borg", zu dem drei weitere Teile folgten. Durch diese Romane wurde er berühmt. Er schrieb seine Bücher überwiegend in Kopenhagen und in dänischer Sprache.

Im Jahr 1926 ging er zurück nach Island, wo er sich zunächst in der Nähe von Vopnafjörður niederließ. Im Jahr 1938 konnte er den Hof Skriðuklaustur in der Nähe seines Geburtsortes erwerben und beauftragte den bekannten deutschen Architekten Fritz Höger mit dem Bau eines Herrenhauses, dessen Pläne aus finanziellen Gründen nur zum Teil umgesetzt werden konnten. Zehn Jahre später zog Gunnar nach Reykjavík, wo er begann, seine Werke ins Isländische zu übersetzen.

Gunnar Gunnarsson starb 1975 in Reykjavík. (Biografische Angaben aus Wikipedia)

Zu seinen Werken gehören auch insgesamt 4 Theaterstücke, für deren Übersetzung wir ein zweimonatiges Übersetzerwohnrecht in Gunnarssons Haus auf Island beantragt haben.

Neben der Komödie "Fuchspelz oder Ehrlich währt am längsten" sind das zwei Einakter "Brüder" und "Getroffen", sowie das Drama "Das Tier mit dem Heiligenschein".

"Das Tier mit dem Heiligenschein" erzählt dabei in der Nähe zu Ibsens Stücken "John Gabriel Borkman" und "Wenn wir Toten erwachen" von einem Paar, das in Einsamkeit auf einer Felsklippe lebt. Aus einem Tag werden vier Ausschnitte am Morgen, Mittag, Abend und in der Nacht gezeigt, die die vier Akte bilden.

Für alle vier Stücke bereiten wir derzeit Übersetzungen vor.

© 2019 medias ohg verlag und produktion.

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