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Die medias ohg hat im Bereich Medienproduktionen bisher bereits 4 selbstproduzierte Medienprodukte über die OTT-Plattform my-medias.com sowie auch als DVD, CD und Audio-Stream veröffentlicht. Unter dem Tab "Medias-Producers/Projekte" stellen wir unsere in Vorbereitung befindlichen Medienprojekte kurz inhaltlich vor.

 
MEDIAS-producers.com
"On the Sunny Side of the Street"

Bevor wir unser neues Theater in Weiterstadt starten, stellt sich uns die Frage, ob wir wieder eine Komödie wie "Abgeblitzt!" nach dem Film "His Girl Friday" ins Programm nehmen wollen, also eine Screwball-Komödie im Stil der 40er Jahre, mit flotter Musik, jazzigen Standards, Tanzteilen und einer starken Mann-Frau-Geschichte.

Nach einer langen Diskussion habe ich mich auf die Suche gemacht, und wollte einen Stoff finden, in dem die ewigen Diskussion darum, was man denn überhaupt noch spielen kann, wie viele Zuschauer wohl zu welchem Stück kommen usw. usw. einfach übergeht. Zwei musikalische Titel fielen mir dazu ein, dass man finanzielle Sorgen einfach auch auf den Platz weisen kann und sich diesen Problemen gar nicht so ausliefern muss. Das könnte doch auch unseren Zuschauern gut tun - wo man jetzt im April schon über zu erwartende hohe Preise im Juli spekuliert, statt zuerst mal den Frühsommer zu genießen.

"On the Sunny Side of the Street" erzählt so eine Geschichte. Man muss ja nicht gerade auf der Seite der Straße laufen, auf der die Sonne nicht scheint. Und "I can't give you anything but love" ist auch die Geschichte einer kleinen Finanznot, die hinter einer entstehenden Lovestory schließlich doch in den Hintergrund tritt.

Beide Songs haben einen gemeinsamen Komponisten, nämlich Jimmy McHugh, der schon in den frühen Zwanzigern anfing zu schreiben. Da er Korrepetitor an der Oper in Boston war, waren seine Songs musikalisch nicht simpel, sondern durchaus durchdacht komponiert und von großer musikalischer Innovationskraft.

Sein erster großer Bühnenerfolg war "Blackbirds of 1928", das auch wirklich im Jahr 1928 herauskam. Die bekannte Sängerin, Tänzerin und Komikerin Florence Mills war gerade aus London und Paris zurück und suchte einen Stoff, in dem sie nun wieder in New York auftreten konnte. Sie hatte in Paris zuletzt in "Blackbirds of 1926" brilliert, aber das war schon zwei Jahre her und es musste ein neuer Titel her. Da die Aufführung dort praktischerweise eine "Floorshow" gewesen war, die man in einem einfachen, ebenen Raum ohne erhöhte Bühne spielen konnte, entschied man sich schnell für "Blackbirds of 1928", also die schnellen, schwarzen und musikalischen Amseln, die sich die Ehre geben, auch in kleinen Sälen zu zwitschern und die Beine zu schwingen.

Jimmy McHugh schrieb die Songs für den Abend, die nur lose durch eine Handlung verknüpft waren, und bekam unversehens das Problem, dass mit Florence Mills der vorgesehene Star erkrankte und bald darauf sogar verstarb, während man noch mitten in den Vorbereitungen steckte. Doch weil in dieser Situation jeder etwas beisteuern wollte, hatte man schnell einen Ablauf für die erste Hälfte des Abends stehen, ohne noch zu wissen, wie es nach der Pause weiter gehen sollte - als man sich schon auf die ersten Gastspiele begab, um das Stück auszuprobieren. Die Autorin Dorothy Fields und der Komponist Jimmy McHugh ließen sich einiges einfallen und probierten aus - bis sie von den Zuschauern in Atlantic City zu hören bekamen, dass das Stück eigentlich doch fertig sei und an den Broadway könne.

Also gut, man riskierte das - und konnte nach zwei Jahren sagen, dass es am Broadway mit 518 Vorstellungen das meistgespielte Stück mit einer durchgehend schwarzen Besetzung geworden war, der bis heute seinesgleichen sucht.

Ein Teil des Erfolges war auch auf Bill "Bojangles" Robinson zurückzuführen, der als begnadeter Tap Dancer und perfekter Unterhalter seine Fähigkeiten mit einbrachte. Und ebenso sensationell war natürlich Duke Ellington und sein Orchester, das damals noch aus nur 10 Musikern bestand. Für Ellington war die lange Aufführungsserie die beste Gelegenheit ein städtisches und "weißes" Publikum mit seiner schwarzen Musik vertraut zu machen, so dass ihm an Ende der Sprung in den legendären Cotton Club gelang, der seine Klasse als Musiker dann endgültig klar machen sollte. Fast alle Songs aus den "Blackbirds of 2028" avancierten zu Evergreens, die bis heute jeder im Ohr hat und die alle innerhalb der Show sogar mehrmals wiederholt werden mussten, weil die Zuschauer und Zuhörer so großen Spaß an ihnen hatten. Ja und um den Bogen zu schließen: zum Ende der Aufführungsserie ging die Produktion wieder nach Paris und London und konnte sich da noch weitere Freunde und begeisterte Zuhörer sichern.

Soweit zur Entstehung der Bühnenshow, für die es auch nur wenige Beschreibungen gibt. Glücklicherweise gibt es noch ein Programmheft mit einem ausführlichen Text und einige Szenenfotos der Aufführung. Die werde ich hier an dieser Stelle schnellstens hinzufügen. Für heute haben wir aber erstmal genug über die "Blackbirds" gezwitschert, um den Plan auch unserem Freund und Lehrer Tony Waag in den USA präsentieen zu können. Morgen geht es hier weiter mit einem Bogen zu einer der berühmtesten Screwball-Comedies überhaupt, die "Bringing Up Baby" heißt und in Deutschland unter "Leoparden küsst man nicht" bekannt ist. Da einige der Blackbird-Songs in den Film gewandert sind, könnte sich für unsere geplante Produktion auch eine Brücke schlagen lassen, da wir beide den Leoparden-Film sehr mögen!

Thomas Waldkircher und Anja Pirling am 22.04.2026


 

Before we launch our new theater in Weiterstadt, we're considering whether to include another comedy like "Rejected!" based on the film "His Girl Friday" in our program—a screwball comedy in the style of the 1940s, with lively music, jazzy standards, dance numbers, and a compelling love story.

After a long discussion, I set out to find a play that would transcend the endless debates about what can still be performed, how many audiences will attend each production, and so on. Two musical titles came to mind, suggesting that one can simply address financial worries directly and not be so consumed by these problems. This could also benefit our audiences—especially now in April, when they're already speculating about expected high prices in July instead of enjoying the early summer.

"On the Sunny Side of the Street" tells just such a story. After all, you don't have to walk on the side of the street where the sun doesn't shine. And "I Can't Give You Anything But Love" is also the story of a minor financial crisis that ultimately fades into the background as a love story blossoms.

Both songs share a common composer, Jimmy McHugh, who began writing in his early twenties. As a répétiteur at the Boston Opera, his songs were not musically simple, but rather thoughtfully composed and highly innovative.

His first major stage success was "Blackbirds of 1928," which was indeed released in 1928. The renowned singer, dancer, and comedian Florence Mills had just returned from London and Paris and was looking for a show she could perform in again in New York. She had last graced the stage in Paris in "Blackbirds of 1926," but that was two years ago, and a new title was needed. Since the performance there had conveniently been a "floor show," which could be staged in a simple, flat space without a raised stage, the decision was quickly made to perform "Blackbirds of 1928"—the fast, musical blackbirds that do the honors of chirping and kicking their legs even in small venues.

Jimmy McHugh wrote the songs for the evening, which were only loosely connected by a plot, and unexpectedly encountered the problem that Florence Mills, the intended star, fell ill and soon after passed away while preparations were still in full swing. However, because everyone wanted to contribute in this situation, a script for the first half of the evening was quickly established, without yet knowing how things would proceed after the intermission—as they were already embarking on their first tours to test the show. Author Dorothy Fields and composer Jimmy McHugh experimented and tried out various ideas until they heard from audiences in Atlantic City that the play was actually finished and ready for Broadway.

So, they took the risk—and after two years, they could say that with 518 performances, it had become the most-running show on Broadway with an all-Black cast, a feat unmatched to this day.

Part of the success was also due to Bill "Bojangles" Robinson, a gifted tap dancer and consummate entertainer who contributed his talents. Equally sensational, of course, was Duke Ellington and his orchestra, which at that time consisted of only 10 musicians. For Ellington, the long run of performances was the perfect opportunity to introduce his Black music to an urban and predominantly white audience, ultimately leading to his entry into the legendary Cotton Club, which definitively cemented his status as a musician. Almost all the songs from "Blackbirds of 2028" became evergreens, still familiar to everyone today, and all of them had to be repeated several times during the show because the audience enjoyed them so much. And to bring things full circle: at the end of the run, the production returned to Paris and London, where it gained even more fans and enthusiastic audiences.

So much for the origins of the stage show, for which there are only a few descriptions. Fortunately, there is a program booklet with a detailed text and some photos from the performance. I will add them here as soon as possible. But for today, we've tweeted enough about "Blackbirds" to be able to present the plan to our friend and teacher, Tony Waag, in the USA. Tomorrow, we'll continue with a connection to one of the most famous screwball comedies of all time, "Bringing Up Baby," known in Germany as "Leoparden küsst man nicht" (You Don't Kiss Leopards).  Since some of the Blackbird songs were featured in the film, a connection could be drawn for our planned production, as we both really like the Leopard film!

Thomas Waldkircher and Anja Pirling on April 22, 2026

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